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Über uns

In eigener Sache

Geschätzter Gast,

falls Du Dich über die Vielfalt der Speisen auf unserer Karte gewundert hast und die Muße hast, lies bitte folgende Zeilen:

Es trifft nicht zu, dass wir eine Weltreise unternommen haben um von überall irgendwelche Gerichte mitzunehmen. Auch haben wir nicht einige Nachmittage in der bunten Kochbuchabteilung einer Buchhandelskette verbracht und dabei eine Speisekarte niedergeschrieben. Und auf keinen Fall bieten wir diese Vielfalt in der Karte, um für jeden irgendetwas in der Auslage zu haben, obschon wir gerne jedem Wunsch gerecht werden möchten. Fragst Du Dich wie wir draufkommen?

Ganz einfach, wir haben gegoogelt.
Hätten wir einen Augenblick länger gegoogelt, hätten wir vermutlich viele weitere als „Fakten“ verkleidete Meinungen beisammen gehabt.

Aber lieber Gast, da Du real bist und nicht virtuell, und da Du uns hoffentlich genau soviel Aufmerksamkeit schenkst wie Google & Co., und da wir das Essen auf dem Tisch servieren und nicht auf dem Smartphone, und da Du eher einen Katzensprung entfernt bist als einen Mausklick, erlauben wir uns, Dir unsere Sicht auf diese altmodische Weise mitzuteilen.

Wir betreiben neben diesem Etablissement auch den Biergarten „Alter Zoll“, was ein großes Küchenteam zur Folge hat. Sowohl unsere Köche, als auch wir, die Betreiber, stammen aus unterschiedlichen Gegenden der Welt.

Wir fanden es sehr inspirierend, dass die Beteiligten auch die Speisen zubereiten, mit denen sie aufgewachsen sind und wir hoffen, dass Du diese Empfindung mit uns teilst.
So werden diese Gerichte nach Originalrezepten zubereitet, dabei werden wir der Versuchung widerstehen, auch wenn es nicht immer leichtfällt, das Essen dem hiesigen Geschmack anzupassen. Was nicht gefällt, wird nicht verändert, sondern, und dies habt Ihr zu entscheiden, von der Karte genommen.

Bei diesen Speisen wird man das Chichi vergeblich suchen.

Diese Speisen sollen eher Streetfood als Nouvelle Cuisine sein, eher original als originell, eher real als fantastisch, eher riskant als angepasst, unsere Küche eher eine Küchenwerkstatt als ein Küchenraum und unsere Spezialitäten eher Spezialitäten unserer Köche als Spezialitäten des Hauses.

Soweit die Theorie, in der Praxis heißt das:

Unser Aman beispielsweise kommt aus Punjab, die indischen Speisen hat unsere Karte ihm zu verdanken.
Unser Momo kommt aus Algerien und hat fünfzehn Jahre in Italien gekocht. Er ist zuständig für unsere nordafrikanischen und italienischen Speisen.

Ich (besonderes Merkmal: persisch stämmig), der gerade diesen Text schreibt, steuere die persischen Gerichte bei und wenn ich mir ein wenig Werbung in eigener Sache erlauben darf, demnächst erscheint von mir ein persisches Kochbuch mit dem Titel „Nicht ohne meine Torte“.

Und hätten wir einen Koch aus Honolulu, dann hättest Du bei uns immer noch keinen „Toast Hawaii“ bekommen, aber vielleicht eine honolulanische Vorspeise bestellt.

Und für Dich, liebe Freundin oder lieber Freund aus Honolulu, die/der so gerne kocht, ist dies durchaus als ein ernst gemeintes Stellenangebot zu verstehen.
Wir bieten Dir übertarifliche Bezahlung und, noch viel wichtiger, die nettesten Kollegen, die man sich vorstellen kann.